Foto: Sebastian Schels

Preisträger BDA Preis Bayern 2013

Halle design.s

Freising

Foto: Sebastian Schels

Halle design.s

Freising
Projekt
Halle design.s
Architekt
Deppisch Architekten, Freising

Preis der Jury (Sonderpreis)

Gewerbegebiete entstehen überall an Ortsrändern, und meistens sind diese wachsenden Konglomerate beliebiger Fertighallen eine Beleidigung für das Auge und die Sinne. Doch die Werkhalle in Pulling bei Freising ist anders. Ihre Architektur verbindet hohe Ansprüche an Ökologie, Ökonomie und Gestaltung zu einem Gesamtkonzept, das sich auch durch seine Funktionalität und seine räumlichen Qualitäten auszeichnet.
Schon von weitem sticht das kompakte schwarze Volumen der Schreinerwerkhalle deutlich aus den umliegenden Gewerbehallen heraus. Auf den nur leicht geneigten Satteldachflächen schimmern bündig verlegte Photovoltaikmodule. Weder Dachrinnen noch andere Überstände stören die klare Geometrie des einfachen Baukörpers. An drei Seiten ist der langgestreckte Holzrahmenbau in dunkel lasierte Fichte gekleidet. Die gesamte Nordfassade hingegen streut durch transluzente Polycarbonatstegplatten gleichmäßiges Licht in den Innenraum. Hier sind die einzelnen Arbeitsbereiche der insgesamt 15 Mitarbeiter der Schreinerei nach Funktionen getrennt und locker über den hallenartigen Raum verteilt. Zentrale Kabelbrücken versorgen die einzelnen Zonen von oben mit Druckluft und Strom. Die Energieversorgung des Betriebs ist zu 100% aus lokalen Quellen gedeckt. Holz- und Hobelspäne aus den Bearbeitungsmaschinen werden über eine zentrale Anlage abgesaugt, in einem der südlich gelegenen Nebenräume gepresst und als Heizmaterial für einen Spezialkessel genutzt. Insgesamt 70.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen die Photovoltaikmodule auf dem Dach, was den Bedarf der Schreinerei deutlich übersteigt. Die Baukosten für den Holzrahmenbau waren keineswegs höher als die einer vergleichbaren Fertighalle.
(Jurybeurteilung)

Sebastian Schels
Sebastian Schels
Sebastian Schels
Sebastian Schels
Foto: Sebastian Schels
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Foto: Sebastian Schels
Foto: Sebastian Schels
Foto: Sebastian Schels

Preisträger

BDA Preis Bayern 2013 – Preis der Jury

Gewerbegebiete entstehen überall an Ortsrändern, und meistens sind diese wachsenden Konglomerate beliebiger Fertighallen eine Beleidigung für das Auge und die Sinne. Doch die Werkhalle in Pulling bei Freising ist anders. Ihre Architektur verbindet hohe Ansprüche an Ökologie, Ökonomie und Gestaltung zu einem Gesamtkonzept, das sich auch durch seine Funktionalität und seine räumlichen Qualitäten auszeichnet.
Schon von weitem sticht das kompakte schwarze Volumen der Schreinerwerkhalle deutlich aus den umliegenden Gewerbehallen heraus. Auf den nur leicht geneigten Satteldachflächen schimmern bündig verlegte Photovoltaikmodule. Weder Dachrinnen noch andere Überstände stören die klare Geometrie des einfachen Baukörpers. An drei Seiten ist der langgestreckte Holzrahmenbau in dunkel lasierte Fichte gekleidet. Die gesamte Nordfassade hingegen streut durch transluzente Polycarbonatstegplatten gleichmäßiges Licht in den Innenraum. Hier sind die einzelnen Arbeitsbereiche der insgesamt 15 Mitarbeiter der Schreinerei nach Funktionen getrennt und locker über den hallenartigen Raum verteilt. Zentrale Kabelbrücken versorgen die einzelnen Zonen von oben mit Druckluft und Strom. Die Energieversorgung des Betriebs ist zu 100% aus lokalen Quellen gedeckt. Holz- und Hobelspäne aus den Bearbeitungsmaschinen werden über eine zentrale Anlage abgesaugt, in einem der südlich gelegenen Nebenräume gepresst und als Heizmaterial für einen Spezialkessel genutzt. Insgesamt 70.000 kWh Strom pro Jahr erzeugen die Photovoltaikmodule auf dem Dach, was den Bedarf der Schreinerei deutlich übersteigt. Die Baukosten für den Holzrahmenbau waren keineswegs höher als die einer vergleichbaren Fertighalle.