Foto: Constantin Meyer, Köln

Preisträger „Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2013-2018

Aktiv-Stadthaus

Frankfurt am Main

Foto: Constantin Meyer, Köln

Aktiv-Stadthaus

Frankfurt am Main
Projekt
Aktiv-Stadthaus
Architekt
HHS Planer + Architekten AG, Kassel; Andreas Wiege (Projektleitung)
Bauherr
ABG Frankfurt Holding

Das Aktiv-Stadthaus steht auf einem schmalen Grundstück (160 mal 9 Meter) unweit des Frankfurter Hauptbahnhofs. 74 Wohneinheiten werden ergänzt durch Fahrrad- und Carsharing-Stellplätze im Erdgeschoss. Der fast scheibenartige Neubau mit acht Geschossen ist im Effizenzhaus Plus-Standard gebaut, was bedeutet, dass in der Jahresbilanz mehr Energie erzeugt als verbraucht wird. Die leichte Faltung der nach Südosten ausgerichteten Fassade gliedert die lange Straßenfront und schafft im Innern des Gebäudes die für die Nutzung notwendigen Grundrisstiefen. Die gebänderte Fassade unterstreicht die Länge und die Faltung des Baukörpers. Das äußere Erscheinungsbild wird im Wesentlichen durch Glas und in Glas integrierte Photovoltaik und Faserzementplatten bestimmt. Die besonderen energetischen Eigenschaften des Hauses sind über die Photovoltaikfassaden und das Energiedach wahrnehmbar, ohne aufdringlich zu sein. Nur die primäre Tragstruktur ist aus Stahlbeton. Die gesamte Dach- und Außenwandkonstruktion wurde in vorgefertigten Holzrahmenelementen erstellt.

www.hhs.ag

Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln
Foto: Constantin Meyer, Köln

Preisträger

„Große Häuser, kleine Häuser – Ausgezeichnete Architektur in Hessen“ 2013-2018 – Martin-Elsaesser-Plakette

Jury 2018
  • Prof. Alexander Reichel, Architekt BDA, Kassel
  • Anne Rumetsch, Architektin BDA, Nürnberg
  • Rainer Schulze, Journalist (FAZ)
  • Prof. Wolfgang Schulze, Architekt BDA, Kassel
  • Jörg Sturm, Architekt BDA, Dipperz/Rhön, Vorsitzender BDA Mittelhessen

Juryurteil

Die Vision, die diesem Entwurf zugrunde lag, war, ein Mehrfamilienhaus zu bauen, das selbst mehr Energie erzeugt, als seine Bewohner verbrauchen. Das Haus wird zum Kraftwerk und kann überschüssig erzeugten Strom in einer Batterie speichern. Eine Reihe passiver und aktiver Gebäudetechniken werden dafür genutzt, wie zum Beispiel die in der Südfassade des Hauses integrierten und Gestalt gebenden Photovoltaikmodule. Das Haus liegt an einer verkehrsreichen Straße. Es hat einen schwierigen Grundstückszuschnitt von 160 Metern bei nur 9 Metern Breite. Aus dieser Herausforderung haben die Verfasser eine städtebauliche Figur wie eine architektonisch gelungene Gestalt entwickelt.